Darmentleerung: Sozialrechtliche Aspekte

Darmentleerung = Verrichtung des täglichen Lebens

Die Darmregulierung gehört als „Verrichten der Notdurft“ zu den „regelmäßig wiederkehrenden Verrichtungen des täglichen Lebens“.
Alle altersunüblichen Formen von Hilfe, Beaufsichtigung und Anleitung zur Ermöglichung der Darmregulierung und Sicherung der Kontinenz kennzeichnen eine besondere Form der „Hilflosigkeit“ (= nach dem Sozialrecht: Kennzeichen H).

Verordnung von Windeln

  • Bei altersunüblicher Inkontinenz sind Windeln ab dem 3.- 4. Lebensjahr verordnungsfähig
  • Bei außergewöhnlichen Formen von Inkontinenz ( z.B. bei ständigem Harnträufeln, ständigem Verlust von dünnen Stühlen) ist eine Verordnung von Windeln schon während der Säuglingszeit (mit Begründung) möglich.

Verordnung von Pflegemitteln

  • Bei altersunüblicher Inkontinenz: Nach dem 3.-4 Lebensjahr.
  • Bei außergewöhnlichen Formen von Inkontinenz (z.B. ständiges Harnträufeln).
  • Bei Hautkomplikationen (Entzündungen, Dekubiti, Hautreizungen)
  • Zur Hautdesinfektion zur Vermeidung von Harnwegsinfektionen

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