Pflegebedürftigkeit nach SGB V

  ………………………., den………………….

 

Ärztliche Bescheinigung zu Vorlage bei der Krankenkasse

 

für: …………………………………………………………….. geboren am: ………………………………

aus: ………………………………………………………………………………………………………………..

 

……………………….. leidet an den Folgezuständen einer angeborenen Spaltbildung der Wirbelsäule (Spina bifida).

( )Der Umfang des Leidens geht aus dem als Anlage beigefügten Verzeichnis der Diagnosen hervor.

( )In den einzelnen Bereichen bestehen folgende versorgungsrechtlich relevante Behinderungen und Funktionsstörungen:

( )Es entstanden Lähmungen der Muskulatur. Diese betreffen

( )komplett die Muskulatur der ( )oberen ( )mittleren ( )unteren Wirbelsäule,

( )des Beckens, ( )des Beckenbodens, ( )beider Beine, ( )der Oberschenkel ( )des rechten ( )linken ( )0berschenkels, ( )beider Unterschenkel, ( )des ( )rechten

( )linken ( )Unterschenkels, ( )beider Füße, ( )des ( )rechten ( )linken ( )Fußes, ( )inkomplett die Muskulatur ( )der oberen ( )mittleren ( )unteren ( )Wirbelsäule, ( )des Beckens, ( )des Beckenbodens, ( )beider Beine, ( )der Oberschenkel, ( )des rechten ( )linken ( )0berschenkels, ( )beider Unterschenkel, ( )des ( ) rechten ( )linken ( ) Unterschenkels, ( )beider Füße, ( )des ( )rechten ( )linken ( )Fußes.

( )Hierdurch ( )sowie durch eine Höhlenbildung im Rückenmark

(Syringo-Hydromyelie) ( )entwickelte sich ( )bisher eine

( )erhebliche ( )Veränderung der Wirbelsäule 1) )Torsions-

( )Skoliose (( )operativ ( )stabilisiert), ( )Kyphose (( )Zustand

nach ( )Teil( )Resektion ( )der Wirbelkörper, ( )eine

Hüftgelenksfehlstellung (( )Subluxation ( )rechts ( )links

( )bds., ( )Coxa valga ( )rechts ( )links ( )bds., ( )Luxation

( )rechts, ( )links ( )bds., ( )operativ ( )rechts ( )links

( )bds. ( )korrigiert ( )und ( )Fehlstellungen am Kniegelenk

( )rechts ( )links ( )an beiden Kniegelenken, ( )am ( )rechten

( )linken ( )Fuß ( )an beiden Füßen (( )Klumpfuß ( )rechts

( )links ( )bds. ( )Spitz-( )Klumpfuß ( )rechts links ( )bds.,

( )Knick- ( )Hackenfuß ( )rechts ( )links ( )bds. ( ) Ballen- ( )Hohlfuß

( )rechts ( )links ( )bds, ( )Muskel- ( )und ( )Sehnenverkürzungen (Kontrakturen) im Bereich der ( )Hüften ( )und ( )der Knie ( )sowie ( )der Füße

( )Es besteht ein ( )kompletter ( )Muskelschwund (Atrophie) ( )der

( )Bauchdecken-, ( )der Gesäß-, ( )der Bein-, ( )der Oberschenkel-,

( )Unterschenkel~, ( )und ( )der Fuß-Muskulatur ( )sowie ( )eine erhöhte Knochenbrüchigkeit (Osteoporose) in den gelahmten Bezirken, ( )wodurch es

( )bisher ( )zu ( )einer Fraktur ( )mehreren Frakturen ( )kam.

( )Bedingt durch die Querschnittslähmung sind ( )in- ( )komplette ( )Ausfälle der Hautempfindungen am ( )Rücken, ( )Bauch, ( )Gesäß, ( )an den Beinen, ( )den Unterschenkeln, ( )den Füßen, ( )wo die Haut eine erhöhte Verletzlichkeit und eine mangelhafte Durchblutung und eine schlechte Wundheilung zeigt.

( )Es besteht eine Neigung zu ( )rezidivierenden ( )Druckgeschwüren an den empfindungsgestörten Hautbezirken, ( )am Gesäß, ( )am Rücken, ( )an der Steißbeinspitze, ( )an den Zehen ( )an den Füßen.

( )Eine Steh- und Gehfähigkeit ( )besteht nicht ( )kann nur durch eine

( )umfangreiche ( )Hilfsmittelversorgung (( )Mieder, ( )Stehapparate,

( )Schienen, ( )orthopädische Schuhe, ( )Unterarm- ( )Stockstützen) ( )erreicht werden.

( )Die beschwerdefreie Gehstrecke ist erheblich eingeschränkt.

( )Eine aktive Steuerung der Harnblasenfunktion ist nicht

möglich. ( )Es besteht eine vollständige Inkontinenz für Urin,

( )Die Inkontinenz begünstigt Hautinfektionen und

Harnwegsinfektionen. ( )Ständig muss ein Urinal getragen werden,

( )sind Medikamente einzunehmen, ( )muss die Harnblase

( )ausgedrückt ( )katheterisiert ( )und ( )gespült werden.

( )Ständig müssen Windeln getragen werden.

( )Eine künstliche Harnableitung (( )pouch, ( )Colonconduit)

( )musste angelegt werden. ( )Der Urin wird über eine

Klebebandage aufgefangen.

( )Gleichzeitig besteht eine Darmlähmung. Folge ist eine chronische Stuhlverstopfung, Kotschmieren ( )und ( ) unwillkürlicher Verlust von Stuhlgang ( )in Verbindung mit einer Neigung zu Durchfällen.

( )Durch die Inkontinenz von Urin und Stuhlgang besteht bzw. droht ständig eine Geruchsbelästigung ( )sowie behandlungsbedürftige Hautkomplikationen.
( )Dies erfordert ständig einen erheblichen pflegerischen Mehraufwand.

( )Die Sexualfunktion ist erheblich ( )in zunehmendem Maße ( )vollständig

( )gestört. ( )Es besteht eine ( )Impotentia coeundi ( )und ( )generandi,
( )eine Azoospermie.

( )Durch eine Verwachsung des Rückenmarkes mit der nach der Geburt entstandenen Operationsnarbe (tethered cord) ( )sowie durch ( )eine Höhlenbildung im Rückenmark (Syringo-Hydromyelie)

( )droht eine ständige Verschlechterung der obengenannten neurologischen Funktionen und Krankheitsmerkmale.

( )Als weitere Folge des Leidens entwickelte sich eine Erweiterung der Hirninnenräume (Hydrocephalus), ( )die durch ein ( )inzwischen mehrfach
( )operativ erneuertes Ventilsystem drainiert wird.

( )Durch ein jederzeit mögliches Ventilversagen besteht eine lebensbedrohliche Komplikationsmöglichkeit. Ständige Beaufsichtigung und eine spezielle ärztliche Überwachung sind notwendig. ( )Durch den Hydrozephalus besteht eine ( )schwere ( )Entstellung.

( )Es besteht ein ( )Krampfleiden ( )mit der Notwendigkeit regelmäßiger Einnahme von Medikamenten und spezieller Überwachung.

( )Die Sehfähigkeit ist ( )erheblich ( )eingeschränkt. ( )Der Visus beträgt
( )auf dem rechten Auge( ) ( )linken Auge ( ) auf beiden Augen ( ) ( )Es besteht eine an Blindheit grenzende Sehstörung.

( )Die Gesamtheit der vorliegenden Behinderung bedingt eine ( )umfassende
( )schwere ( )Entwicklungsverzögerung ( )und ( )Minderung intellektueller Leistungsfähigkeit ( )vom Ausmaß einer Lernbehinderung ( )durch Teilleistungsschwächen ( )einer ( )schweren ( )geistigen Behinderung ( )sowie
( )eine Antriebsschwäche.

( )Das Kind ( )der Jugendliche ( )ist in den regelmäßig wiederkehrenden Verrichtungen des täglichen Lebens (( )Verrichten der Notdurft, ( )An- und Ausziehen, ( )Körperpflege, ( )Nahrungsaufnahme, ( )Sicherung der körperlichen Bewegung, ( )altersunüblich von ( )Hilfe, ( )Anleitung ( )und ( )Beaufsichtigung ( )abhängig, ( )kann Wegstrecken nicht ohne eigene und fremde Gefährdung zurücklegen, ( )kann sich nur mit fremder Hilfe und großer Anstrengung außerhalb eines Fahrzeuges fortbewegen, ( )ist nicht in der Lage, die Hilfsmittel selbständig anzulegen, ( )und ( )kann wegen der bestehenden Bewegungsstörung
( )und Entstellung, ( )sowie ( )wegen Geruchsbelästigung, ( )drohenden Krampfanfällen, ( )motorischer Unruhe, ( )Verhaltensauffälligkeiten ( )ständig nicht an öffentlichen Veranstaltungen teilnehmen.

( )Zusammenfassend liegt auf Dauer eine Mehrfachbehinderung vor.

( )Eine wesentliche Verbesserung des Zustandes ist nicht zu erwarten.
( )Das Kind ( )Der Jugendliche ist auf Dauer von Fremdhilfe

abhängig.

( )Eine Nachbeurteilung ist in ca. 2 Jahren sinnvoll.

 

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Unterschrift / Spina bifida-Ambulanz

Fußnoten   [ + ]

1. )Torsions-

( )Skoliose (( )operativ ( )stabilisiert), ( )Kyphose (( )Zustand

nach ( )Teil( )Resektion ( )der Wirbelkörper

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