Hirndruckzeichen bei Kleinkindern und Schulkindern

 

Einführung: Vgl. Anleitung: Hirndruckzeichen, Allgemeines

Altersentsprechende Besonderheiten des Kleinkindalters

Fontanelle und Schädelnähte sind verschlossen. Entwicklungsmerkmale wie Wahrnehmung, Feinmotorik, Statomotorik, Sprache, Verhalten, sind bereits weiterentwickelt und gut zu beurteilen.

Zeichen von Hirnüberdruck

  • Venenzeichnung am Kopf verstärkt („blauer Schimmer“)
  • Der Kopfumfang wächst erst bei längerbestehendem Überdruck überdurchschnittlich
  • Unkontrolliertes Abweichen der Augen, z.B. verstärktes Schielen, Sehstörungen
  • Übelkeit, Erbrechen
  • Schluckbeschwerden
  • Kopfschmerzen wechselnder Dauer, morgens verstärkt, aber auch tageszeitlich wenig gebunden
  • Störungen des Antriebs: die Kinder sind nicht mehr so aktiv wie gewohnt, wirken lustlos und müde
  • Bewusstseinstrübung verschiedener Grade (Benommenheit, Schläfrigkeit, Bewusstlosigkeit)
  • Vermehrtes Schlafbedürfnis zu abnormen Zeiten
  • Nackenschmerzen, Nackensteifigkeit, Zurückbiegen des Kopfes, (Opisthotonus), Kopfschiefhaltung
  • Kopfschiefhaltung
  • Verstimmung, Stimmungsschwankungen, Weinerlichkeit, vermehrte Unruhe
  • Abnorme Schreckhaftigkeit
  • Verlust oder Abschwächung neuerworbener Fähigkeiten, z.B. unsicheres
    Greifen, Verlust statomotorischer Leistungen
  • Nachlassen der Konzentrationsspanne
  • Änderung des Spielverhaltens
  • Kontrollieren: Veränderungen an der Hirnwasserableitung: Rötungen an den Narben weiche Schwellungszustände entlang des peripheren Katheters. Pralle Füllung des Ventils. Das Ventil ist nicht mehr eindrückbar. Im Vergleich zu Voruntersuchungen füllt sich das Ventil nicht mehr oder nur stark verzögert
  • Bei Spina bifida-Kindern: zunehmende Spannung, Berührungsempfindlichkeit oder/und Anschwellen im Bereich der Spaltbildung am Rücken oft mit Rückenschmerzen.

Weitere Maßnahmen

Ärztliche und technische Untersuchungen >> Anleitung: Hirndruckzeichen, Allgemeines >> Schlitzventrikel.

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