Beckenbodentraining

Methode

Wiederholtes aktives Anspannen der Muskulatur des Beckenbodens. Hierdurch erfolgt eine Kräftigung der Muskulatur des Beckenbodens, z.B. der Verschlussmuskeln der Harnblase und des Darmes.
Der Trainingseffekt kann akustisch oder optisch durch Biofeedbackgeräte kontrolliert werden. Die Methode ist selbstständig erlernbar.

Anwendungsmöglichkeiten

  • Verbesserung von unwillkürlichem Urinverlust durch Schwäche der Beckenbodenmuskulatur
  • Verbesserung von Drang- und Stress-Inkontinenz
  • Verbesserung einer Schwäche der Afterschließmuskeln
  • Bei Teillähmungen nach Operationen, die sich auf den Beckenbodenbereich auswirken.

Grenzen

Das Beckenbodentraining eignet sich nur zur Verbesserung von Muskelschwächen. Bei (mehr oder weniger) kompletten Lähmungen ist eine Verbesserung nicht möglich.
Der Trainingseffekt hält nur relativ kurz an. Trainingswiederholungen sind erforderlich.

Hilfsmittel

Beim Biofeedback-gestützten Training des Beckenbodens werden Elektroden auf die Haut zwischen After und dem hinteren Schluss der Schamlippen bzw. dem Ansatz des Hodensackes aufgeklebt. Diese werden mit einem Gerät verbunden, das in der Lage ist, die beim Anspannen des Beckenbodens entstehenden elektrischen Ströme zu verstärken und durch Licht- oder Tonsignale darzustellen.

Ausführung

Die Körperlage/-stellung ist ohne Bedeutung. Mehrfach hintereinander intensives aktives Anspannen der Muskulatur des Beckenbodens für jeweils etwa 30 Sekunden.

Nebenwirkungen

Überforderungen (Frust) bei

  • zu hohen Ansprüchen
  • falscher Einschätzung des Lähmungsausmaßes
  • nicht ausreichendem Training.

 

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